F1 verpasst mögliche Qualifikation für die begehrte Endrunde des Herbert-Jacobi-Cups 2013

Unser Oberräder F1-Team traf sich am Samstagvormittag, um sich beim Herbert-Jacobi-Quali-Turnier 2013 für F-Junioren Mannschaften mit einigen der besten regionalen Jugendmannschaften zu messen, und, um den Einzug in die Endrunde zu spielen, in welcher sich die Youngsters der Bundesligavereine die Klinke in die Hand geben. 28 Mannschaften traten in 4 Gruppen á 7 Teams gegeneinander an. Die ersten 4 jeder Gruppe würden dann in die K.O.- Runde einziehen und sich ab dem Achtelfinale bis zum Endspiel reduzieren.

Bei gelungener Qualifikation hätte man dann am 22.06.2013 das Vergnügen mit dem 1. FC Köln, FSV Mainz 05, FC Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern usw. gehabt. Das sollte doch eigentlich als Motivationsspritze genügen. Doch wieder einmal war es auch etwas Pech, dass am Ende nach Neunmeterschießen im Achtelfinale Schluss war.

Doch man Begann das Turnier auch unterirdisch und völlig aus dem Tritt, ausgerechnet im ersten Spiel gegen die SG Rosenhöhe lief gar nichts zusammen. Steif, ja fast ehrfürchtig, trat man dem spritzigen Team aus Offenbach gegenüber und ließ sich ausspielen, wo es nur ging. Zudem kam noch dazu, dass einige unserer Jungs quasi gar nicht auf dem Platz anwesend schienen. Auch der Torhüter trug mit hoher Fehlerquote nicht dazu bei, einen ausgleichenden Pol zu bilden. Schnell fiel das erste Gegentor. Und das Zweite war auch nicht zu verhindern. Völlig frei kamen die Spieler der Rosenhöhe zum Schuss. Unsere Spieler waren viel zu weit vom Gegner weg und einfach nicht zwingend genug. SG Rosenhöhe fand Ihr Spiel und baute dadurch noch mehr Druck auf. Enges und präzises Passspiel machte uns zu schaffen. Dem kann man nur mit geschicktem Tackling und einem Spiel nah am Mann begegnen, wo die eigenen Mitspieler hellwach sind und helfen, den Ball zu erobern. Doch davon waren wir weit entfernt in diesem Spiel. Zwischendurch Latte. Dann das 3:0 nachdem man dem Gegner den Ball praktisch vor die Füße geworfen hatte. Einfacher konnte man es der Rosenhöhe nicht machen. Dann blitzte nach langem Pass Luis mit einer Einzelaktion heraus, indem er den Torhüter noch ausspielte und zum 3:1 verkürzte. Doch die Freude hielt nicht lange. Denn den Schlusspunkt setzten wieder die Offenbacher mit dem 4:1. Uff. Hosen voll, Tor voll.

Schnell vergessen. Spieler aufbauen. Team motivieren und nach vorne gucken zur nächsten Aufgabe.

Das zweite Spiel gegen die Spvgg. 1922 Roßdorf war nicht unbedingt besser, brachte aber etwas Hoffnung durch einige gute Tormöglichkeiten. Ein Freistoß von Atilla prallte an die Latte. Lars hatte eine Torchance liegengelassen nach gutem Zuspiel von Janis. Das hätte es sein müssen. Doch auch Roßdorf brachte uns weite Teile innerhalb der 10 Minuten gespielten Zeit in unnötige Verlegenheit. Wie schon im Spiel zuvor ließ man den Gegner spielen anstatt richtig dagegenzuhalten und mittels Kombinationsfußball Chancen herauszuspielen. Das können unsere Grünen doch. War es die schwüle Wärme oder der etwas zu hohe Rasen, der unseren gewohnten Spielfluss hemmte ? Zumindest hielt man das torlose Match bis zum Ende (0:0).

In der dritten Begegnung – Begegnung der dritten Art. Auch hier gegen den SG Sandbach waren es viel zu viele Ausfälle innerhalb des Teams. Gefühlte 3 von 6 mussten es irgendwie richten, und das, gegen eine starke Truppe, die später als einziges Team die Rosenhöhe knackte. Erstes Tor für Oberrad durch Lars. Der verwandelte einen unumstrittenen Neunmeter (1:0). Anschließend unglücklich nach Tormannfehler der Ausgleich (1:1). Atilla verwandelte dann einen Eckstoß direkt zum erneuten Führungstreffer (2:1). Schön. Doch auch in diesem Spiel war viel zu wenig Bewegung in den Oberräder Aktionen. Zu wenig wurde sich zum Ball gerichtet. Daher roch es nach Ausgleich. Und der kam auch (2:2). Die zwei Punkte hätten wir gut gebrauchen können. Am Ende wurde man das Gefühl nicht los, dass es heute schwierig werden würde. Nach der Hälfte der Vorrundenspiele nur 2 Punkte und 3:6 Tore. Jetzt musste ein Ruck durch das Team.

Glücklicherweise trafen wir im vierten Spiel auf eines der schwächeren Mannschaften, den SV Erzhausen. Oberrad blühte endlich etwas auf. Mit wiedergewonnener Spielfreude fielen plötzlich auch die Tore, und das reichlich. Zweimal Luis und zweimal Laurin. Jeweils noch ein Pfostentreffer, damit waren Sie eindeutig vorne die Hauptakteure in diesem Spiel. Atilla zwang noch den Torwart zum Eigentor. Damit stand es am Ende 5:0. Das tat gut. Die Laune wurde besser.

DJK Bad Homburg stand uns dann bei gewittriger Mittagshitze „Angesicht zu Angesicht“ gegenüber. Im wohl besten Oberräder Spiel der Vorrunde war der Knoten etwas geplatzt. Das Zusammenspiel war auf den Rasen zurückgekehrt und in die Köpfe unser Spieler. Philip stand im Tor. Armin, Janis und Alessio waren plötzlich auch anwesend. Bendix und Ilian verteilten die eroberten Bälle über die Flanken und Atilla, Lars, Laurin und Luis produzierten in der weiteren Folge die Tormöglichkeiten, die es braucht. Doch Bad Homburg bekam erst mal einen Elfmeter zugesprochen, der auch verwandelt wurde (0:1). Doch es wurde diesmal nicht aufgegeben. Gottlob. Es wurde Fußball gespielt. Atilla mit einem Schuss an die Latte. Lars dann mit dem Ausgleich (1:1) und Laurin mit dem Führungstreffer (2:1). Jetzt bloß nicht wieder das Spiel aus der Hand geben. Nein. Atilla hätte gar fast noch nach einem direkt ausgeführten Freistoß erhöhen können. Doch der Ball flog leider knapp am Ziel vorbei. Egal. Abpfiff.

Noch ein Spiel. Am besten noch ein Sieg, und man steht ungefährdet im Achtelfinale. Doch das ist doch langweilig. Man will doch die Spannung hochhalten ;-).

Das Spiel gegen den späteren Finalist BSC Woffenbach (hatte später im Finale gegen SG Rosenhöhe verloren) wurde eine spannende Begegnung. Leider fehlte uns Luis ab diesem Spiel. Somit vorne etwas geschwächt, ließ man sich wieder viel zu stark zurückdrängen. Der BSC Woffenbach nutzte diese Zurückhaltung und ballerte munter drauf los. Dann ein gut geschossener Freistoß nach Foul an Alessio. Doch viel kam nicht zustande. Die Begegnung verweilte größtenteils im Mittelfeld. Dann löste sich ein Woffenbacher von der unbeherzten Oberräder Abwehr, zieht ab und das runde Leder landet, noch abgefälscht, unhaltbar im Netz (1:0). Das reichte, die Zeit ist kurz. Das Ergebnis wurde vom BSC verwaltet.

Was kam jetzt? Ausgeschieden? Nach Punkten war es nicht auszumachen. Die vielen Spielergebnisse mussten notiert und rechnerisch zusammengefügt werden. Unser Torhüter Philip H., von der F2 ausgeliehen, war schon abgereist und wurde zurückgeholt als sich herausstellte, dass wir aufgrund der anderen Spiele und des Torverhältnisses auf dem 4.Platz gelandet waren. Das bedeutete Achtelfinale. Alles wieder offen. Das Spiel begann von vorne. Jetzt ging es also in die K.O. - Runde. Unser Gegner würde der Erstplatzierte aus einer anderen Gruppe sein. Nach etwas Wartezeit standen die Achtelfinalbegegnungen fest. Wir würden es mit dem SV07 Heddernheim zu tun bekommen, die Ihre Gruppe beherrscht hatten.

Wir bekamen noch ein gutes Spiel unserer Jungs zu sehen. Man merkte, dass Sie wollten. Doch der Ball fand nicht ins Ziel. Chancen waren da. Nach guter Kombination über Laurin bekam Lars die erste gute Möglichkeit. Und auch ein zweiter Schuss von Lars hätte die Führung bedeuten können, doch der landete nur im Seitennetz. Laurin erhielt noch einen Freistoß, der aber auch nichts zählbares erwirkte. Zu guter Letzt` hätte es Laurin mit einem knalligen Schuss eigentlich machen müssen. Doch auch Heddernheim hatte einen Schlussmann. Der parierte sagenhaft und leitete den Ball gerade noch ins Toraus. Dafür, dass wir als Vierter gegen den Ersten aus der jeweiligen Gruppe spielten, sah das sehr gut aus. Die Spielanteile waren leicht auf Oberräder Seite. Heddernheim zitterte. Doch nach dem Abpfiff und dem torlosem Endstand war klar, dass wir gleich zittern würden.

Denn es musste eine Entscheidung her. Es ging ins Neunmeterschießen. Und es kamen wieder viele Erinnerungen hoch. Ich weiß nicht,  wann wir das letzte Neunmeterschiessen gewonnen hatten. Das war wie ein Fluch. Glück gehört dazu. Bei uns versagt jegliche Wahrscheinlichkeitsrechnung, was diese Entscheidungsform angeht. Eigentlich hätten wir gar nicht antreten dürfen, es war ohnehin von vorneherein klar, dass es wieder nicht klappen würde. Man stellt sich immer die gleichen Fragen: Warum verschießen nicht mal die anderen? oder Warum hält unser Torhüter nicht mal den Schuss? Doch an Ihm lag es bei weitem nicht, ganz im Gegenteil. Philip zeigte tolle Reaktionen und es fehlte bei dem einen oder anderen Schuss nicht viel, und er hätte ihn gehabt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist halt so im Sport. Glück gehört dazu. Den Torschützen des SV07 Heddernheim ziehe ich genauso den Hut, wie unseren Schützen. Neunmeterschiessen mit höchstem Spannungsanteil. Ein echter Krimi.

Heddernheim begann:  1:0

Ilian   1:1

SV07   2:1

Lars   2:2

SV07   3:2

Janis   3:3

So, wer jetzt verschießt oder hält steht im Viertelfinale. Das erhöhte die Spannung. Viele schauten nicht mehr hin.

SV07 trifft  4:3

Ilian zum Zweiten 4:4

SV07    5:4

Lars zum Zweiten 5:5

Wie lange soll das noch gehen? Aufatmen. Luft anhalten. Aufatmen. Luft anhalten.

SV07 Heddernheim 6:5

Janis zum Zweiten …..

(zu zaghaft der Schuss, zu wachsam der Torhüter. Einer muss verlieren. Man kann niemandem etwas vorwerfen.) Ausgeschieden.

Heddernheim jubelte. Gratulation.

 

Drei unserer Gruppengegner aus der Vorrunde und unser Achtelfinalgegner haben sich am Ende qualifiziert und zwei aus unserer Gruppe standen gar im Finale des Quali-Turniers. Es stellte sich also später heraus, dass wir in eine durchaus starke Gruppe geraten waren. Dafür haben wir es am Ende gar nicht so schlecht gemacht. Unentschieden gegen den SG Sandbach, ein weiteres Remis und ein knappes Spiel gegen den BSC Woffenbach. An einem besseren Tag hätten die Ergebnisse anders ausgesehen, auch gegen die Rosenhöhe.

Das Neunmeterschiessen machte uns mal wieder einen Strich durch die Rechnung und verhinderte letztendlich die Möglichkeit weiterzukommen. Wie so oft gingen wir trotz gutem Torhüter und sehenswerten Neunmetertoren unserer Torschützen am Ende leer aus. Bitter. Irgendwann werden wir auch diese Serie brechen, das ist sicher.

Schwüle Temperaturen und hohes Gras machten unseren und den anderen Teams zu schaffen. Es war nicht alles Gold was glänzt heute. Das erste Spiel total versemmelt, das letzte Gruppenspiel verschlafen und im Achtelfinale nicht während der regulären Spielzeit alles klar gemacht. Es reichte heute nicht,  trotz der am Ende rückblickend guten Leistung gegen die stärksten der Qualifikation.

SG Rosenhöhe, BSC Woffenbach, SG Sandbach und SV07 Heddernheim waren heute besser als alle anderen 24 Mannschaften und wir hatten es auf dem eigenen Fuß, da wir genau gegen diese Vereine gespielt hatten.

 
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